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Zermatt
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Zermatt ([], franzÜsisch veraltet Praborgne) ist eine Munizipalgemeinde und eine Burgergemeinde im Bezirk Visp sowie eine Pfarrgemeinde des Dekanats Visp im Schweizer Kanton Wallis. BevÜlkerungsmässig ist Zermatt nach Visp zweitgrÜsster Ort im Bezirk Visp und liegt im Mattertal auf einer HÜhe von circa 1610 m am Nordostfuss des Matterhorns. Zermatt ist ein Bergsteigerzentrum und dank dem Matterhorn und seinem Wintersport- und Wandergebiet ein bekannter Ferienort der Schweiz.
Contents
⢠Geographie
⢠Lage
⢠Gewässer
⢠Berge
⢠Gletscher
⢠Klima
⢠Siedlungen
⢠Sprache
⢠Geschichte
⢠Wappen
⢠BevÜlkerung
⢠Tourismus
⢠Sommerskigebiet
⢠Langlauf
⢠Bergsteigen
⢠Wandern
⢠Berglauf
⢠Skiberglauf
⢠Skiweltcup
⢠Verkehr
⢠Gornergratbahn
⢠Bahnstationen
⢠Luftverkehr
⢠Politik
⢠Literatur
⢠Weblinks
⢠Einzelnachweise
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Geographie
Lage
Mit einer Fläche von 243,4 km2 gehĂśrt Zermatt zu den grĂśssten Schweizer Gemeinden. Das Areal umfasst 1,3 km2 Bauzone, 9,4 km2 Wald, 10,0 km2 Landwirtschaftszone (inkl. Alpweiden) und 183,0 km2 Naturschutzzonen. Der hĂśchste Punkt ist mit 4634 m Ăź. M. die Dufourspitze im Monte-Rosa-Massiv. Der tiefste Punkt auf 1524 m Ăź. M. liegt im Bachbett des Talflusses Mattervispa an der Grenze zur unterhalb liegenden Nachbargemeinde Täsch nahe der Flur mit dem Namen Schlangengrube. Das weite Hochtal ist im Osten von der Bergkette Rimpfischhorn â Strahlhorn â Jägerhorn â Dufourspitze â Signalkuppe begrenzt, im SĂźden von der Reihe Lyskamm â Castor und Pollux â Breithorn â Klein Matterhorn und westlich des Theodulpasses von Matterhorn â Dent dâHĂŠrens â TĂŞte Blanche. Im Westen liegen zwischen dem Tal des Zmuttbachs und dem Val dâAnniviers die HĂśhenzĂźge von Dent Blanche, Ober Gabelhorn und Zinalrothorn.
Das Zermatter Gemeindegebiet grenzt an Italien. Der Ăbergang Ăźber den Theodulpass nach Valtournenche war wegen der Eisbedeckung nur fĂźr Fussgänger und Skifahrer passierbar. Seit 1. Juli 2023 erlaubt das Matterhorn Alpine Crossing auf 3480 m Ăź. M. die Fahrt per Seilbahnen nach Italien und zurĂźck am selben Tag.
Gewässer
Der Hauptfluss im Tal ist die Mattervispa, die durch den Ortskern von Zermatt fliesst. Sie entsteht durch die Vereinigung des vom Zmuttgletscher kommenden Zmuttbachs, der vom Gornergletscher kommenden Gornera, des vom Triftgletscher kommenden Triftbachs und des vom Findelgletscher durch die Findelschlucht fliessenden Findelbachs. Bei Stalden bildet die Mattervispa zusammen mit der Saaservispa die Vispa, die bei Visp in den Rotten (RhĂ´ne) mĂźndet.
Die Gornera nimmt sßdlich von Furi den Furggbach auf, der am Furgggletscher unter der Ostwand des Matterhorns und unter dem Oberen Theodulgletscher entspringt. Der Bach Balmbrunnen fliesst vom Hohtälligrat ßber die Alp Breitboden in den Findelbach. Vom Mettelhorn rauscht der Luegelbach durch die steile Runse neben dem Wisshorncite-ref-5[5] zur Mattervispa hinunter.
Am Zmuttbach liegt der von 1961 bis 1964 gebaute Stausee Zmutt, der als Wasserfassung fĂźr die Stauhaltung des Grande-Dixence-Systems dient. Das Wasser wird mit Pumpstationen bei Zmutt und Stafel ins Dixence-Tal geleitet.
Neben zahlreichen namenlosen Toteisseen, die in den letzten Jahren durch das Abschmelzen der Gletscher entstanden sind, sind die folgenden Zermatter Bergseen erwähnenswert:
Berge
22 Schweizer Hauptgipfel Ăźber 4000 Meter liegen ganz oder teilweise auf Zermatter Gebiet:cite-ref-7[7]
⢠Dufourspitze (Monte Rosa), 4634 m ß. M., der hÜchste Berg der Schweiz
⢠Nordend (Monte Rosa), 4608 m ß. M.
⢠Zumsteinspitze (Monte Rosa), 4563 m ß. M.
⢠Signalkuppe (Monte Rosa), 4554 m ß. M.
⢠Liskamm (manchmal Lyskamm), Ostgipfel, 4527 m ß. M.
⢠Liskamm (Lyskamm), Westgipfel, 4479 m ß. M.
⢠Matterhorn, 4478 m ß. M.
⢠Parrotspitze (Monte Rosa), 4434 m ß. M.
⢠Dent Blanche, 4357 m ß. M.
⢠LudwigshÜhe (Monte Rosa), 4341 m ß. M.
⢠Castor (Zwillinge), 4225 m ß. M.
⢠Zinalrothorn (Weisshorngruppe), 4221 m ß. M.
⢠Rimpfischhorn (Mischabel), 4199 m ß. M.
⢠Strahlhorn (Mischabel), 4190 m ß. M.
⢠Dent dâHĂŠrens, 4173 m Ăź. M.
⢠Breithorn-Westgipfel, 4160 m ß. M.
⢠Breithorn-Mittelgipfel, 4154 m ß. M.cite-ref-8[8]
⢠Westlicher Breithornzwilling, 4138 m ß. M.
⢠Gendarm (Üstlicher Breithornzwilling), 4106 m ß. M.
⢠Pollux (Zwillinge), 4089 m ß. M.
⢠Schwarzfluh (Breithorn), 4075 m ß. M.
⢠Ober Gabelhorn (Weisshorngruppe), 4063 m ß. M.
Weitere markante Berge im Gemeindegebiet sind das Oberrothorn (3414 m Ăź. M.), das Stockhorn (3532 m Ăź. M.), das Ăbihorn (3473 m Ăź. M.), das Untere Gabelhorn (3392 m Ăź. M.), das Theodulhorn (3468 m Ăź. M.),cite-ref-9[9] das Riffelhorn (2928 m Ăź. M.)cite-ref-10[10] und das Mettelhorn (3406 m Ăź. M.).
Gletscher
In den hoch gelegenen Tälern von Zermatt liegen viele, zum Teil trotz dem andauernden Schwund noch recht grosse Gletscher. Zusammen mit allen Seitengletschern bedeckt das Gletschersystem des Gornergletschers eine Fläche von 68 km2, was nach dem Aletschgletscher die zweitgrÜsste zusammenhängende Gletscherfläche der Alpen darstellt.
Liste der Zermatter Gletscher:
⢠Findelgletscher
⢠Triftjigletscher
⢠Gornergletscher
⢠Adlergletscher
⢠Monte-Rosa-Gletscher
⢠Grenzgletscher
⢠Zwillingsgletscher
⢠Schwärzegletscher
⢠Breithorngletscher
⢠Theodulgletscher mit Plateau Rosa
⢠Furgggletscher
⢠Zmuttgletscher
⢠Stockjigletscher
⢠Hohwänggletscher
⢠Arbengletscher
⢠Gabelhorngletscher
⢠Triftgletscher
⢠Rothorngletscher
⢠Bodengletscher
Klima
Durch die hohen Berge, welche in den Hauptwetterrichtungen die Niederschläge abschirmen, sowie das allgemein hohe Geländeniveau ist das Klima fĂźr die HĂśhe und die geographische Breite mild und niederschlagsarm. Die Waldgrenze liegt auf hohen 2'200 bis 2300 m und damit im mittel- und sĂźdeuropäischen Spitzenbereich. Die durchschnittliche Niederschlagsmenge im Dorf beträgt rund 700 mm pro Jahr. Die umgebenden Berge, insbesondere entlang der italienischen Grenze, sind â relativ zur HĂśhe â deutlich kälter und niederschlagsreicher. Auf der Signalkuppe des Monte Rosa beträgt der durchschnittliche Jahresniederschlag 4100 mm.
FĂźr die Normalperiode 1991â2020 betrug die Jahresmitteltemperatur 4,7 °C, wobei im Januar mit â3,9 °C die kältesten und im Juli mit 13,7 °C die wärmsten Monatsmitteltemperaturen gemessen werden. Im Mittel sind hier rund 171 Frosttage und 42 Eistage zu erwarten. Sommertage gibt es im Jahresmittel 8 bis 9, während im Schnitt alle 10 Jahre ein Hitzetag zu verzeichnen ist. Die Messstation von MeteoSchweiz liegt auf einer HĂśhe von 1638 m Ăź. M.
Siedlungen
Sprache
Geschichte
Neuere archäologische Grabungen in einem Felsabri auf der Alp Hermetje fĂśrderten menschliche Spuren aus der Mittel- und Jungsteinzeit (ab 9000 v. Chr. und 5500â2200 v. Chr.) zutage. In den Hubelwäng am Fuss des Unteren Gabelhorns belegen fĂźnf prähistorische Schalensteine am alten Handelsweg die frĂźhe Anwesenheit von Menschen, während rĂśmische MĂźnzfunde auf dem Theodulpass und spätmittelalterliche MĂźnz- und Waffenfunde am Gletscherrand beim Trockenen Steg die BenĂźtzung dieses AlpenĂźbergangs in Antike und Spätmittelalter bezeugen. In den 1880er Jahren wurde bei Fundamentarbeiten fĂźr das Hotel Monte Rosa eine latènezeitliche Topfwerkstätte entdeckt, in der Gefässe aus Chloritschiefer gehĂśhlt wurden. In den 1990er Jahren wurde im Furi eine ähnliche Werkstatt aus der jĂźngeren Eisenzeit (380â120 v. Chr.) freigelegt.cite-ref-hls-zermatt-12-0[12]
1280 wird Zermatt erstmals als Pratobornum erwähnt, was Lochmatte, Loch/Vertiefung in einer Weide bedeutet. Der Ort hiess noch in jßngerer Zeit in den benachbarten frankoprovenzalischen Dialekten Praborna. Der deutsche Name findet sich erstmals 1435 als ze Made und 1495 als zer Matt, zur Matte, bei der Weide/Wiese, bezeugt.cite-ref-hls-zermatt-12-1[12]cite-ref-13[13]
Zermatt ist eine Tochterpfarrei von St. Niklaus. Die Pfarrgemeinde von Zermatt wird in einer Urkunde vom 25. April 1285 erwähnt. Eine Dorfkapelle wurde ca. 1290 errichtet. Zwischen dem 15. und 17. Jahrhundert kauften sich die Zermatter von verschiedenen Feudalherren frei.
Wichtige Handelswege fĂźhrten im Mittelalter via Zermatt Ăźber den Theodulpass nach Italien. MĂźnzfunde belegen, dass dieser Weg schon zu Zeiten der RĂśmer im 1. bis 4. Jahrhundert n. Chr. benutzt wurde. Die MĂźnzen kann man heute im Matterhorn-Museum Zermatlantis besichtigen. Als sich die Gletscher während der Wärmephase um 1000 bis 1300 weit zurĂźckgezogen hatten, war der Theodulpass auch auf der Nordseite eisfrei. Aus dem 13. Jahrhundert stammen die teilweise gepflasterten Saumwege, deren Ăberreste heute noch zu sehen sind.cite-ref-14[14]
Erste Naturforscher kamen um 1780 nach Zermatt. Ein bescheidener Fremdenbesuch setzte nach 1820 ein, ab 1838 gab es eine Gastherberge.cite-ref-15[15]cite-ref-16[16] Zwischen 1850 und 1860 wurde eine mit Kutschen befahrbare Strasse zwischen Zermatt und St. Niklaus erstellt. 1852 wurde das erste kleine Hotel erÜffnet. Der Gommer Bauernsohn Alexander Seiler I. erÜffnete 1855 das Hotel Monte Rosacite-ref-17[17] und begrßndete sein Hotelimperium.cite-ref-18[18]cite-ref-0-19-0[19] Ein Hotel auf dem Riffelberg wurde 1854 gebaut. Ein weiterer Tourismuspionier war Joseph Anton Clemenz, der 1852 das Mont Cervin erÜffnete und es 15 Jahre später an Seiler verkaufte.
1865 gelang dem Engländer Edward Whymper die Erstbesteigung des Matterhorns. Dies war der Startschuss fßr den Aufstieg zum weltberßhmten Touristenort. 1891 wurde die Bahnstrecke von Visp nach Zermatt der Visp-Zermatt-Bahn fßr den Sommerbetrieb erÜffnet. 1898 folgte die Bahn auf den Gornergrat.
Im Januar 1902 organisierte Hermann Seiler als Präsident der Sektion Monte Rosa des Schweizer Alpen-Clubs in und bei Zermatt den ersten Skikurs in der Schweiz.cite-ref-20[20]cite-ref-21[21] Von Zermatt aus gelang im September 1903 Luftschiffer Eduard Spelterini und Hermann Seiler zusammen mit einer dritten Person die erste Ăberfliegung der Hochalpen im Ballon.cite-ref-22[22]cite-ref-23[23]
Am 31. Dezember 1927 liess Hermann Seiler 180 eingeladene englische Sommerstammgäste in St. Niklaus mit 50 Schlitten abholen und nach Zermatt fahren.cite-ref-0-19-1[19] Mit dem Abschluss der Schutzbauten Ende Oktober 1933 konnte die heutige Matterhorn-Gotthard-Bahn den ganzjährigen fahrplanmässigen Betrieb bis nach Zermatt aufnehmen, wie er bereits seit 1928 bis St. Niklaus bestand, Voraussetzung fßr reguläre Wintersaisons in Zermatt. 1944 besuchten erstmals mehr Gäste im Winter als im Sommer Zermatt.cite-ref-daten-24-0[24]
Im März 1963 grassierte in Zermatt eine Typhusepidemie mit Ăźber 400 Erkrankten und drei Toten.cite-ref-25[25] Der Verdacht, dass ein Gastarbeiter aus Italien, der sich fĂźr die Arbeit am Damm in Zmutt in der Schweiz aufhielt, die Krankheit importiert hatte, erwies sich als unzutreffend. Die Analyse der Proben ergab eine Diskrepanz zwischen den geprĂźften Bakterien. Zu einem späteren Zeitpunkt wurde der zugrundeliegende Grund klar: Bergleute, die einen 100 km langen Wasserversorgungsstollen fĂźr die Staumauer Grande-Dixence bohrten und Ăźber einer Trinkwasserquelle arbeiteten, waren fĂźr die Kontamination des FlieĂgewässers der Oberwalliser Station verantwortlich.
Die 1968 gegrĂźndete Air Zermatt errichtete am Dorfeingang einen Heliport.
Durch den Tourismus ist Zermatt im Lauf der Zeit stark gewachsen. Das typische Bild eines Walliser Bergdorfs ist nur noch im Ortskern und bei den ausserhalb gelegenen Weilern zu finden, während im Tal ausgedehnte Feriensiedlungen entstanden sind.cite-ref-26[26]
Zermatt ist eine autofreie Gemeinde; die Strasse darf ab Täsch nur mit entsprechender Bewilligung befahren werden. In Zermatt werden Transportaufgaben von speziell bewilligten kommerziellen Elektrofahrzeugen oder Pferdetaxen ßbernommen. 107 Hotels sowie 1.213 Ferienwohnungen bieten den Gästen den notwendigen Platz.cite-ref-1-27-0[27]
75 % der Einwohner gehĂśren der RĂśmisch-katholischen Kirche an, 9 % der Evangelisch-reformierten Kirche und 16 % gehĂśren einer anderen Konfession an oder sind konfessionslos (Stand 2023).cite-ref-1-27-1[27]
Wappen
Das Wappen der Gemeinde stellt auf rotem Hintergrund einen gelben LĂśwen dar, der auf zwei von drei grĂźnen HĂźgeln steht. Zwei fĂźnfzackige Sterne flankieren das Wappentier. Seit je fand die sinnbildliche Kraft des LĂśwen in den verschiedensten Wappen ihren Niederschlag. Es wird vermutet, dass der Zermatter LĂśwe als Zeichen der BezirkszugehĂśrigkeit aus dem Wappen der Vespia Nobilis (Bezirkshauptstadt Visp) ÂŤgeliehenÂť worden ist.
BevĂślkerung
| Jahr | 1802 | 1850 | 1900 | 1950 | 2000 | 2010 | 2012 | 2014 | 2016 | 2021 | 2024 |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Einwohner | 436 | 369 | 741 | 1395 | 5988 | 5720 | 5786 | 5770 | 5714 | 5769 | 6099 |
Tourismus
Wintersportgebiete
Das Wintersportgebiet um Zermatt gliedert sich in die drei Bereiche Matterhorn glacier paradise/Schwarzsee paradise, ÂŤGornergratÂť und Sunegga paradise/Rothorn paradise. Seit dem Bau der neuen Verbindungsbahn FuriâRiffelberg im Sommer 2006 sind die drei Skigebiete (Matterhorn ski paradise) miteinander verbunden. Mit dem angegliederten Gebiet von Breuil-Cervinia (Italien) stehen dem Wintersportler 63 Bergbahnen und 257 Pistenkilometercite-ref-28[28] zur VerfĂźgung. Die längste Abfahrt vom Kleinen Matterhorn nach Zermatt ist ca. 15 km lang und hat eine HĂśhendifferenz von 2'279 m.
Die Fahrt mit der Seilbahn von der Mittelstation auf dem Trockenen Steg zum Matterhorn glacier paradise (Klein Matterhorn) fßhrt auf eine HÜhe von 3820 m ß. M. Die am hÜchsten gelegene Bergstation wurde Ende der 1970er Jahre erbaut, nachdem die Bergbahngesellschaft die Konzession Ende der 1960er Jahre erhalten hatte. Ein Aufzug fßhrt von der Bergstation zum Gipfel des Kleinen Matterhorns. Kurze Zeit später wäre das Projekt wohl kaum mehr realisierbar gewesen, was die Gemeinde Saas-Fee mit ihrem Projekt zum Feechopf (3888 m ß. M.) erfahren musste.
Ăber einen Personenlift gelangt man auf den Gipfel des Klein Matterhorns (hĂśchster Aussichtspunkt Europas) auf 3883 m Ăź. M. Das Panorama reicht von den Schweizer Alpen Ăźber die franzĂśsischen Alpen bis in die italienische Po-Ebene. Das Gebiet Matterhorn glacier paradise ist Kern des Sommerskigebiets von Zermatt.
Das Gebiet des Gornergrats wird durch die Gornergratbahn, eine der ältesten elektrischen Gebirgs-Zahnradstrecken der Schweiz, erschlossen. Ungefähr auf halber Strecke befindet sich bei der Station Riffelalp der Ausgangspunkt des Riffelalptrams, der (nur im Sommer betriebenen) hÜchstgelegenen Strassenbahn Europas von der Bahnstation zum Fßnf-Sterne-Hotel Riffelalp Resort 2222 m. Am Endpunkt der Bahn auf dem Gornergrat befinden sich ein Hotel, eine Sternwarte sowie ein Aussichtspunkt mit Panoramablick auf den Gornergletscher und das Monte-Rosa-Massiv.
Sommerskigebiet
Das Sommerskigebiet von Zermatt ist das grÜsste und hÜchstgelegene in Europa. Je nach Schneeverhältnissen stehen bis zu 20 km Pisten zur Verfßgung. Die längste Abfahrt hat eine Länge von 7 km. Das Sommerskigebiet erstreckt sich vom Trockenen Steg ßber den Theodulgletscher zur Testa Grigia oberhalb des Theodulpasses, weiter ßber das Plateau Rosa bis zum Klein Matterhorn. Die Gobba di Rollin, welche einige hundert Meter sßdlich des Kleinen Matterhorns, dicht an der Grenze zu Italien, liegt, ist mit einer HÜhe von 3899 m ß. M. der hÜchste Punkt eines europäischen Skigebiets. Sie ist nur im Sommer mit Skiliften erreichbar. Im Frßhling und Herbst ist ausserdem die Gletscherbahn zum Furggsattel geÜffnet. Das Sommerskigebiet wird von vielen Skinationalmannschaften fßr das Sommertraining genutzt. Seit einigen Jahren wird zusammen mit Saas-Fee ein Kombiticket fßr Sommer-Skiurlauber angeboten. Die Fahrzeit von Täsch nach Saas-Fee beträgt circa 40 Minuten. Zermatt ist neben dem Hintertuxer Gletscher das einzige Skigebiet der Alpen, in dem 365 Tage im Jahr Skibetrieb herrscht.
Langlauf
Zermatt selbst hat keine Langlaufloipen. Die 15 km lange, wettkampferprobte Spur liegt unterhalb von Zermatt zwischen Täsch und Randa.cite-ref-29[29] In den Jahren 1981 bis 1989 wurde achtmal der Zermatter Nachtlanglauf, ein 10-km-Skilanglaufrennen, in den Strassen von Zermatt durchgefßhrt.
Bergsteigen
Die touristische Entdeckung des Mattertals begann 1792 mit den Erstbesteigungen des Klein Matterhorns und des Theodulhorns durch den Genfer Gelehrten Horace-BĂŠnĂŠdict de Saussure. Nicht weniger als 58 Erstbesteigungen und 47 Ersttraversierungen folgten in den Jahren 1855 bis 1894. 1855 erfolgte zum Beispiel die Erstbesteigung der Dufourspitze des Monte Rosa.cite-ref-30[30] 1858 folgte die GrĂźndung einer BergfĂźhrergesellschaft in Zermatt, die 1860 wieder aufgelĂśst wurde. Im Jahre 1873 kam es dann zur GrĂźndung der FĂźhrergesellschaft Zermatt St. Niklaus.cite-ref-christian-imboden-2013-31-0[31] 1865 erfolgte die Erstbesteigung des Matterhorns. 1931 wurde die Matterhorn-Nordwand erstmals erfolgreich durchstiegen.
Die Haute Route ist eine internationale, hochalpine, mehrtägige Wander- und Skidurchquerung ßber 180 Kilometer vom Mont-Blanc-Massiv bei Chamonix, (Frankreich), durch die Walliser Alpen bis nach Zermatt. Sie fßhrt ßber verschiedene Gletscher und hohe Bergßbergänge und etappenweise zu Berghßtten wie der Bertolhßtte und der SchÜnbielhßtte.
Wandern
Zermatt bietet ein Wanderwegnetz von mehr als 400 km in allen Talgebieten an. Von Saas-Fee ßber Grächen (HÜhenweg Balfrin) und ßber Gasenried nach Zermatt (Europaweg) fßhrt die regionale Wanderroute 27 Swiss Tour Monte Rosa von Wanderland Schweiz. Die ganze Wanderung dauert drei Tage, kann jedoch auch in einzelnen Etappen bewältigt werden. Die Tour ist nur fßr geßbte und ausdauernde Wanderer zu empfehlen.
Berglauf
Zwischen 1982 und 2012 fand vom Bahnhof Zermatt (1605 m ß. M.) zum Zielpunkt Schwarzsee (2580 m ß. M.) der Matterhornlauf mit einer Streckenlänge von 14,34 km statt. Seit 2002 finden im Juli der Zermatt-Marathon (der von St. Niklaus ßber Zermatt auf den Riffelberg fßhrt) und seit 2013 jeweils im August das Matterhorn Ultraks statt.
Skiberglauf
Seit 1943 fßhrt die Patrouille des Glaciers (PDG) von Zermatt nach Verbier. Eine 2010 gestartete Patrouille mit dem Zermatter Skibergsteiger Martin Anthamatten hält den Streckenrekord.cite-ref-32[32]
Skiweltcup
â
Hauptartikel
:
Gran Becca
Ab der Saison 2022/23 sollten im Rahmen des Alpinen Skiweltcups Abfahrtsläufe auf der Gran-Becca-Rennstrecke stattfinden. Der Start des Matterhorn Cervino Speed Opening sollte leicht unterhalb der Gobba di Rollin in der Schweiz liegen, das Ziel bei der Mittelstation Laghi Cime Bianche oberhalb von Cervinia in Italien. Die Premiere steht noch aus, da bisher sämtliche Rennen aufgrund von zu wenig oder zu viel Schnee und/oder SturmbÜen abgesagt wurden. Fßr die Saison 2024/25 wurden die Rennen bereits im Frßhjahr 2024 sistiert.cite-ref-33[33]
Verkehr
Matterhorn-Gotthard-Bahn (MGB)
Wichtigster Zubringer in das von Autos mit Verbrennungsmotor befreite Zermatt ist die Matterhorn-Gotthard-Bahn (MGB). Sie entstand 2003 durch die Fusion der Furka-Oberalp-Bahn und der Brig-Visp-Zermatt-Bahn. Die 35 km lange Bahnstrecke von Visp nach Zermatt wurde 1891 erĂśffnet. Das TeilstĂźck BrigâVisp wurde 1930 gebaut. Auf ihrer Linie nach Visp, Brig-Glis, Andermatt und Disentis verkehrt auch der ÂŤGlacier ExpressÂť. Seit der ErĂśffnung 2007 des LĂśtschberg-Basistunnels der NEAT ist der Bahnhof Zermatt von ZĂźrich aus mit Umsteigen auf die Schmalspurbahn im Bahnhof Visp in drei Stunden erreichbar.
Gornergratbahn
Direkt neben dem Bahnhof der MGB beginnt die Zahnradstrecke der Gornergratbahn (GGB), die auf den Gornergrat fĂźhrt. 1896 wurde mit ihrem Bau begonnen. Da die Endstation Gornergrat auf einer HĂśhenlage von 3089 m Ăź. M. liegt, war die Bauzeit zwischen Schneeschmelze und dem Wintereinbruch äusserst kurz. Ăber 1000 Arbeiter kamen zum Einsatz â die meisten von ihnen waren, wie bei allen damaligen grossen Eisenbahnbauten der Schweiz, Italiener. Insgesamt waren während der zweijährigen Bauzeit rund 2400 Arbeiter beschäftigt.
Bahnstationen
Sunnegga, Blauherd, Grßnsee, Rothorn, Findeln, Gant, Gornergrat, Riffelalp/Riffelberg/Rotenboden, Hohtälli, Stockhorn, Rote Nase, Furi, Trockener Steg, Klein Matterhorn, Gobba di Rollin, Plateau Rosa, Theodulpass/Testa Grigia, Gandegg, Schwarzsee, Furggsattel.
Chronik der Bergbahnen von Zermatt
⢠1898: ErÜffnung der Gornergratbahn (nur Sommerbetrieb)
⢠1928: Die Gornergratbahn fährt erstmals auch im Winter
⢠1942: Bau des ersten Skiliftes von Zermatt nach Sunnegga
⢠1947: Bau der Sesselbahn ZermattâSunnegga
⢠1955: GrĂźndung der LZS (Luftseilbahn ZermattâSchwarzsee)
⢠1955/56: Bau der Luftseilbahn ZermattâFuriâSchwarzsee
⢠1962: Bau der Luftseilbahn FurggâSchwarzsee
⢠1963: Bau des Skiliftes HÜrnli
⢠1963â1965: Bau der Luftseilbahn ZermattâFuriâFurggâTrockener Steg
⢠1964: Grßndung der Rothornbahn AG
⢠1971: Bau der Gondelbahn GantâBlauherd
⢠1973: 17. Dezember. Definitive Bewilligung der Luftseilbahn auf das Kleine Matterhorn
⢠1979: ErÜffnung der Luftseilbahn auf das Kleine Matterhorn
⢠1980: ErĂśffnung der ersten unterirdischen Standseilbahn der Schweiz ZermattâSunnegga (Sunneggatunnel)
⢠1982: Bau der Sechser-Gondelbahn ZermattâFuri und der Luftseilbahn FuriâTrockener Steg
⢠1984: Als Folge eine Grossbrandes bei der Bergstation Neubau des Skiliftes Triftji nach Rote Nase
⢠1989: Ersatz der Skilifte SunneggaâBlauherd und PatrullarveâBlauherd durch eine Vierersesselbahn
⢠1990: Bau Sessellift FurggâSandiger BodenâTheodulgletscher
⢠1991: ErĂśffnung der Gruppen-Gondelbahn FurggâSchwarzsee als Ersatz der alten Luftseilbahn
⢠1996: ErĂśffnung der neuen Pendelbahn BlauherdâRothorn als Ersatz der alten Luftseilbahn
⢠1998: ErĂśffnung der Seilbahn GantâHohtälli
⢠2002: Fusion Sunnegga-Express AG, Rothornbahn AG und Matterhornbahnen AG zur Zermatt Bergbahnen AG, der grÜssten Bergbahnunternehmung der Schweizcite-ref-34[34]
⢠2002: ErĂśffnung der Achter-Gondelbahn Matterhorn-Express ZermattâFuriâSchwarzsee
⢠2002: ErÜffnung des Sessellifts Gifthittli
⢠2003: ErÜffnung des neuen Sessellifts Furggsattel. Die Furggsattel-Gletscherbahn ist die erste Sesselbahn, welche auf einem Schweizer Gletscher gebaut wurde. Sie ist die längste Gletschersesselbahn Europas. Die Bergstation stand beim Bau auf italienischem Boden; da als Grenze die hÜchste Linie des Grats definiert ist, der gratbildende Gletscher inzwischen jedoch weggeschmolzen ist und die Felskante nun die hÜchste Linie bildet, steht auch die Bergstation (und somit die ganze Bahn) inzwischen in der Schweiz.
⢠2005: ErÜffnung der Kombibahn (Gondel- und Sesselbahn) zwischen Sunnegga und Blauherd
⢠2006: ErÜffnung der Gondelbahn Riffelberg Express zwischen Furi und Riffelberg
⢠2008: RĂźckbau der Luftseilbahn GornergratâHohtälliâStockhorn. An ihrer Stelle wurde eine Verbindungspiste vom Hohtälli nach Gifthittli gebaut. Um das Stockhorn neu zu erschliessen, wurde ein neuer Skilift erstellt.
⢠2008: Bau eines vollautomatischen Crossliners von Sunnegga zum Anfängerpark am Leisee
⢠2009: Bau der Verlängerung des Matterhorn-Express von Schwarzsee via Furgg auf Trockener Steg. Diese Bahn ersetzt die alte Gondelbahn von 1965 von Furgg nach Trockener Steg sowie die Gruppen-Gondelbahn FurggâSchwarzsee. Mit der neuen Bahn ist der Trockene Steg in 25 Minuten ohne Umsteigen zu erreichen
⢠2010: RĂźckbau der oberen Sektion des Theodul-Express (Sandiger BodenâTheodulgletscher). Als Ersatz dient die Verlängerung des Matterhorn-Express, welche 2009 realisiert wurde.
⢠2013: Erneuerung der Standseilbahn Zermatt-Sunneggacite-ref-35[35]
⢠2015: 6er-Sesselbahn JoschtâHirli als Ersatz fĂźr den Skilift HĂśrnli
⢠2016: 6er-Sesselbahn GantâBlauherd als Ersatz fĂźr die 4er-Gondelbahn
⢠2016: Baubeginn der 3S-Bahn Klein Matterhorn als Ergänzung zur Pendelbahn
⢠2018: ErÜffnung der neuen 3S-Bahn-Umlaufbahn aufs Klein Matterhorn. Sie verbindet die Station Trockener Steg auf 2939 Metern HÜhe mit dem Matterhorn glacier paradise auf 3821 Metern HÜhe
⢠2020: Bau und Inbetriebnahme der autonomen Zehner-Gondelbahn Kumme. Sie verbindet Tufternkehr ßber die Mittelstation Wyss Gufer mit dem Rothorn
⢠2023: Fertigstellung der 3S-Bahn zwischen der Bergstation Kleines Matterhorn und der Testa Grigiacite-ref-36[36]
⢠2024: Die Zermatt Bergbahnen AG (ZBAG) hat erstmals einen Umsatz von ßber 100 Millionen Franken erwirtschaftetcite-ref-37[37]
⢠2025: 8er-Sesselbahn Gifthitli als Ersatz fßr den 6er-Sessellift
Autofreies Zermatt
Die Strassen von Zermatt sind seit 1931 fßr den privaten Autoverkehr gesperrt. Das bestehende Fahrverbot wurde durch die Stimmberechtigten von Zermatt in den Jahren 1972 und 1986 bestätigt. Die 5 km lange Strasse zwischen Täsch und Zermatt darf nur mit einer Spezialbewilligung befahren werden, die an Einheimische, Gäste mit einer Zweitwohnung, Taxis, Versorgungs- und Rettungsfahrzeuge vergeben wird. Handlungen gegen das bestehende Verkehrsreglement sowie gegen rechtskräftige Verfßgungen des Gemeinderates werden durch den Gemeinderat mit einer Busse bis zu 5'000 CHF bestraft, sofern die kantonale oder eidgenÜssische Gesetzgebung nicht eine hÜhere Busse vorsieht. Die Befahrung mit Velos ist erlaubt.
Die Verkehrskapazität der Strasse ist inzwischen ßberschritten. Am 6. März 2005 stimmten die Stimmbßrger von Zermatt einem Ausbau der Strassenverbindung zu. Seitdem prßfen die Gemeinde Zermatt und der Kanton Wallis die Sanierung und den Ausbau der Strasse. Mit dem Ausbau der Strasse wurde bisher noch nicht begonnen. Die Feriengäste mßssen fßr die Dauer des Aufenthaltes ihre Wagen im grossen Parkhaus in Täsch abstellen, das ßber 2000 kostenpflichtige Parkplätze aufweist. Ausserdem werden rund 900 Parkplätze von Privatunternehmen angeboten, die einen 24-Stunden-Taxidienst nach Zermatt anbieten.cite-ref-anreise-auto-38-0[38] Im Matterhorn-Terminal ist eine Umsteigeplattform auf die Matterhorn-Gotthard-Bahn integriert. Pendelzßge mit Niederflurwagen, die auch mit Gepäckkulis befahren werden kÜnnen, verkehren im 20-Minuten-Takt nach Zermatt. In den Nächten zwischen Freitag und Sonntag verkehren die Zßge im Stundentakt durchgehend.cite-ref-anreise-auto-38-1[38]
Fßr den Transport der Skifahrer stehen in Zermatt seit Januar 1988 Elektrobusse in Betrieb. Diese bedienen auf einem Rundkurs von circa 4,5 km Länge sämtliche Talstationen der Zermatter Bergbahnen. Im Dezember 1991 wurde fßr die Erschliessung des Aussenquartiers Winkelmatten zusätzlich ein Klein-Elektrobus in Betrieb genommen. Das Passagieraufkommen zu den Spitzenzeiten im Winter ist gross. Je nach Bustyp finden 27, 50 oder 80 Passagiere Platz. Die Busdienstleistungen sind im Skiabonnement enthalten. Die Maximalgeschwindigkeit beträgt, wie fßr alle Fahrzeuge in Zermatt, 20 km/h.cite-ref-39[39]
Während Privatfahrzeuge mit Verbrennungsmotoren in Zermatt verboten sind, sind Elektroautos fßr gewerbliche Nutzung zugelassen, dßrfen aber wie die Busse nur mit einer maximalen Geschwindigkeit von 20 km/h fahren. Von diesen mit Ausnahme der Elektrobusse kleinen und schmalen Elektroautos sind viele unterwegs als Transportfahrzeuge der Handwerker, als Lieferfahrzeuge der Supermärkte, Geschäfte, Gaststätten und Hotels sowie als Taxis oder Hotelzubringer, um Gäste und deren Gepäck vom Bahnhof abzuholen. Seit 1947 ist die Zahl der bewilligten Elektrofahrzeuge auf rund 500 angewachsen. In Verbindung mit dem vorhandenen Strassensystem fßhrt die Fahrzeugnutzung inzwischen (Stand 2012) zu Verkehrsproblemen, denen durch Verkehrsberuhigungsmassnahmen begegnet werden soll.cite-ref-40[40] Zudem gibt es Kutschbetriebe.cite-ref-41[41]
Luftverkehr
Zermatt ist der Sitz der Air Zermatt AG, eines 1968 gegrĂźndeten schweizerischen Helikopterunternehmens.
Politik
Gemeindepolitik:
In Zermatt wird der siebenkÜpfige Gemeinderat, die Exekutive, alle vier Jahre gewählt. Die nächsten Wahlen finden im Herbst 2028 statt. Gemeindepräsidentin ist seit Januar 2017 Romy Biner Hauser (CVP).
Aus der Gemeinderatswahl vom 13. Oktober 2024 ergab sich die folgende Sitzverteilung fĂźr die Legislaturperiode 2025â2028cite-ref-42[42]:
⢠CVP 4 Sitze (Wahlen vom 18. Oktober 2020: 3 Sitze)
⢠CSP 2 (2)
⢠FDP 1 (Bßndnis fßr Zermatt 2)
Wirtschaftspolitik:
Die ßber Jahrhunderte ausgestaltete, weitläufige Kulturlandschaft umfasst mehrere Alpgebiete. Um die traditionelle Landwirtschaft mit der allgemeinen Raumentwicklung in Einklang zu bringen, fßhrten die Gemeinden des Mattertals Studienprojekte durch.cite-ref-43[43]
Städtepartnerschaften
⢠Italien Alfano, Italien
⢠China Volksrepublik Lijiang, China
⢠Japan MyĹkĹ, Japan
⢠Italien Sexten, Sßdtirol, Italien
⢠Vereinigte Staaten Snowbird (Utah), Vereinigte Staaten
⢠Portugal Castro Daire, Portugal
SehenswĂźrdigkeiten
Siehe auch
:
Liste der KulturgĂźter in Zermatt
⢠2006 wurde auf dem Kirchplatz eine markante Glaskuppel errichtet. Darunter liegt das Matterhorn Museum mit einem nachgebauten Dorf und einer archäologischen Ausgrabungsstätte.
⢠Murmeltierbrunnen: Der 1906 errichtete und 2021 renovierte Brunnen im Zentrum des Ortes ist ein Wahrzeichen von Zermatt.
Kirchen und Kapellen
Die Einwohner von Zermatt sind mehrheitlich rĂśmisch-katholischer Konfession. Bei der dezentralen Siedlungsstruktur entstanden neben der Pfarrkirche im Lauf der Zeit mehrere Kapellen im Gemeindegebietcite-ref-1-27-2[27]:
⢠1575: alte Pfarrkirche mit Kaplaneihaus (heiliger Mauritius); 1910â1913 Neubau der Pfarrkirchecite-ref-44[44]
⢠1607: Kapelle Winkelmatten (Heilige Familie)
⢠1640: Kapelle Blatten (Maria, KÜnigin des Rosenkranzes)
⢠1691: Kapelle Findeln (heiliger Jakobus)
⢠1693: Kapelle Ried/Howeten (heilige Luzia)
⢠1747: Gebetshaus Furri (Schmerzensmutter Maria)
⢠1784: Kapelle Schwarzsee (Maria zum Schnee)
⢠1797: Kapelle Zmutt (heilige Katharina)
⢠1870: Englische Kirche (St. Peter) vorwiegend fßr Touristencite-ref-45[45]
⢠1880: Kapelle Riffelalp (dem heiligsten Herzen Jesu)
⢠1902: Gebetshaus Trift (heilige Gottesmutter)
⢠1950: Kapelle Gornergrat (heiliger Bernhard von Aosta)
⢠1950: Anlage des Kreuzweg Schibuwaldje
⢠1961: Kapelle Riffelberg (heiliger Bruder Klaus)
⢠1964: Kapelle Zum See (heilige Barbara)
Besonderheiten Bergbahnen
⢠Spezieller Kreuzungsmast der 130-kV-Freileitungsunterquerung der Luftseilbahn ZermattâFuri
⢠HĂśchste SeilbahnstĂźtze der Schweiz (Seilbahn GantâHohtälli, HĂśhe: 94 Meter)
⢠Der Schlepplift Gandegg ist mit einer Länge von 2899 Metern der längste Schlepplift der Welt
⢠Neue Rundstßtze der Pendelbahn Zermatt-Furi
Berg- und SchutzhĂźtten
Der SAC und andere Trägerschaften fßhren verschiedene Berghßtten und Unterkßnfte auf den AnhÜhen rund um Zermatt:
⢠Gandegghßtte, 3030 m
⢠Rothornhßtte, 3198 m
⢠HÜrnli (Zermatt), 3279 mcite-ref-46[46]
⢠HÜrnlihßtte, 3260 mcite-ref-47[47]
⢠Arbenbiwack, 3225 m
⢠Monte-Rosa-Hßtte, 2883 m
⢠SchÜnbielhßtte, 2694 m
⢠Solvayhßtte, 4003 m
⢠Berggasthaus Trift, 2337 m
⢠Berghaus Fluhalp
⢠Pension Edelweiss, Alterhaupt
GrĂśsstes Schneeiglu der Welt
In Zermatt entstand im Winter 2016 das weltweit grÜsste Schneeiglu als Teil des Iglu-Dorfes Zermatt. In rund 2000 Stunden baute ein 14-kÜpfiges Team auf dem Gornergrat an der Station Rotenboden oberhalb von Zermatt mit 1400 SchneeblÜcken das Iglu und sicherte sich damit am 20. Januar 2016 den Eintrag ins Guinness-Buch der Rekorde. Das Iglu, das zum 20-jährigen Bestehen der Iglu-DÜrfer in der Schweiz gebaut wurde, hatte einen Durchmesser von 12,9 Metern und eine InnenhÜhe von 9,92 Metern. In der Anlage gab es neben Schlaf-Iglus auch eine Bar, ein Restaurant und einen Wellnessbereich.cite-ref-48[48]cite-ref-49[49]
Regelmässige Veranstaltungen
⢠Das Zermatt Festival findet seit September 2005 statt und nimmt die Tradition der Zermatter Sommerkonzerte und Meisterkurse aus den 1950er und 1960er Jahren wieder auf. Zu den Veranstaltungsorten zählt unter anderem die Riffelalp Kapelle auf 2222 m ß. M. Gäste waren unter anderem die Berliner Philharmoniker.
⢠Beim Musikfestival Zermatt Unplugged verwenden die Kßnstler ausschliesslich akustische Instrumente. Es hat erstmals 2007 stattgefunden und ist das einzige Festival dieser Art in Europa.
⢠Das Folklore-Festival findet seit 1970 am zweiten Augustwochenende statt. Der Umzug umfasst um die 30 Gruppen.cite-ref-50[50]
PersĂśnlichkeiten
⢠Martin Anthamatten (* 1984), Skibergsteiger
⢠Alfred Aufdenblatten (1897â1975), Skilangläufer, Olympiasieger Patrouillen-Lauf 1924 Chamonix
⢠Fränzi Aufdenblatten (* 1981), Skirennläuferin
⢠Franziska Biner (* 1986), Architektin und Politikerin, Staatsrätin
⢠Jßrg Biner (* 1964), Freestyle-Skier
⢠Arnold Blatter (1653â1737), Walliser Landeshauptmann, Vater des FĂźrstbischofs Johann Josef Blatter
⢠Karl Burgener (1918â1994), bedeutender FĂśrderer des 20. Jahrhunderts des Kirchengesanges des Oberwallis
⢠Joseph Anton Clemenz (1810â1872), Hotelier und Pionier des Tourismus in Zermatt
⢠Curling-Europameister 1983: AmedÊe Biner, Walter Bielser, Alex Aufdenblatten, Alfred Paci, Zermatt Curling Club
⢠Dan Daniell, bßrgerlich Urs Biner (* 1961), Sänger, Gastronom und Kinderbuchautor
⢠Otto Furrer (1903â1951), MitbegrĂźnder des Wintersportortes Zermatt und erfolgreicher Wintersportler der 1920er und 1930er Jahre
⢠Ulrich Inderbinen (1900â2004), BergfĂźhrer. Bestieg insgesamt 371 Mal und mit 90 Jahren das letzte Mal das Matterhorn
⢠Bruno Jelk (* 1943 in Plaffeien), von 1980 bis 2014 Chef der Bergrettung, hat unter anderem das Dreibein fßr die Bergung aus Gletscherspalten entwickeltcite-ref-51[51]
⢠Alphonse Julen (1899â1988), Skilangläufer
⢠Heinz Julen (* 1964), Kßnstler
⢠Mario Julen (* 1963), Bergfßhrer, der als erster Europäer die Everesttraversierung bewältigtecite-ref-52[52]
⢠Martin Julen (* 1928), Skirennfahrer
⢠Max Julen (* 1961), Olympiasieger Riesenslalom
⢠Simon Julen (1897â1951), Skilangläufer
⢠Daniel Lauber (* 1937), Alt-Ständerat (1983â1991) und Alt-Gemeindepräsident (1976â1990)
⢠Josef Marie Lochmatter (1833â1882), BergfĂźhrer und Pionier des Tourismus in Zermatt
⢠Beat H. Perren (1929â2025), Helikopterpionier, GrĂźnder der Air Zermatt
⢠Bernhard Perren (1928â1960), Skirennfahrer und BergfĂźhrer
⢠Diego Perren (* 1965), Curling-Olympiasieger in Nagano 1998
⢠Gottlieb Perren (1926â2014), Skisportler und BergfĂźhrer
⢠Stephan Perren (1932â2019), Chirurg
⢠Walter Perren (1914â1967), BergfĂźhrer, Pionier der Bergrettung in den kanadischen Rocky Mountains, geehrt durch den Mount Perren im Banff-Nationalpark
⢠Alexander Seiler (1819â1891), Hotelpionier und Pionier des Tourismus in Zermatt
⢠Hannes Taugwalder (1910â2007), Schriftsteller, Kommunalpolitiker und Unternehmer
⢠Peter Taugwalder (1820â1888), Erstbesteiger des Matterhorns
⢠Pater Henry Volken SJ (1925â2000), Präsident des Komitees fĂźr Entwicklungshilfe der Nichtregierungsorganisation bei den Vereinten Nationen
⢠Johannes Zumtaugwald (1826â1900), Erstbesteiger der Dufourspitze
⢠Elia Zurbriggen (* 1990), Skirennläufer
⢠Laura Zurbriggen (* 1995), Moderatorin und Model
Literatur
⢠Henri Rougier: Zermatt und seine Bergwelt. Wandel einer hochalpinen Kulturlandschaft. Orell Fßssli, Zßrich 2003, ISBN 3-280-05053-7.
⢠Beat P. Truffer: Neues und Altes aus Zermatt. Die faszinierende Geschichte des Weltkurortes von den Anfängen bis heute. Aroleit-Verlag, Zermatt 2008, ISBN 978-3-905097-20-7.
⢠Bernard Truffer: Zermatt. In: Historisches Lexikon der Schweiz. 2014.
Weblinks
Commons
: Zermatt
â Sammlung von Bildern und Audiodateien
Wikivoyage: Zermatt
â ReisefĂźhrer
⢠Offizielle Website der Einwohnergemeinde Zermatt
⢠Zermatt auf der Plattform ETHorama
⢠Website von Zermatt Tourismus
⢠Website der Zermatt Bergbahnen AG
⢠Website der Burgergemeinde Zermatt
Einzelnachweise
cite-note-11. Geographische Kennzahlen â Suche. Gemeindestand 06.04.2025. In: Applikation der Schweizer Gemeinden (admin.ch). Bundesamt fĂźr Statistik (BFS), abgerufen am 29. August 2025 (bei späteren Gemeindefusionen wurden die Flächen zum Stand 1. Januar 2025 zusammengefasst).
cite-note-22. Geographische Kennzahlen â Suche. Gemeindestand 06.04.2025. In: Applikation der Schweizer Gemeinden (admin.ch). Bundesamt fĂźr Statistik (BFS), abgerufen am 29. August 2025 (bei späteren Gemeindefusionen wurden die Flächen zum Stand 1. Januar 2025 zusammengefasst).
cite-note-33. Bilanz der ständigen WohnbevĂślkerung nach Bezirken und Gemeinden, 1991â2024. In: bfs.admin.ch. Bundesamt fĂźr Statistik, abgerufen am 28. August 2025 (bei späteren Gemeindefusionen Einwohnerzahlen aufgrund Stand 2024 zusammengefasst).
cite-note-44. Ständige WohnbevÜlkerung nach StaatsangehÜrigkeitskategorie, Geschlecht und Gemeinde, definitive Jahresergebnisse, 2023. Bei späteren Gemeindefusionen Einwohnerzahlen aufgrund Stand 2024 zusammengefasst. Abruf am 22. August 2024
cite-note-55. â Wisshorn in ETHorama. In: ethorama.library.ethz.ch. ETH ZĂźrich, abgerufen am 4. Mai 2018 (Satellitenansicht oben links aktivieren).
cite-note-kup-65. Einwohnergemeinde Zermatt. Kurzportrait. Website der Gemeinde Zermatt.
cite-note-77. â A. Julen: Die Namen von Zermatt und seinen Bergen im Licht der Geschichte. In: Blätter aus der Walliser Geschichte. Nr. 11, 1951, S. 3â58.
cite-note-88. â Breithorn (Zermatt) auf ETHorama.
cite-note-99. â Theodulhorn in ETHorama. In: ethorama.library.ethz.ch. ETH ZĂźrich, abgerufen am 4. Mai 2018.
cite-note-1010. â Riffelhorn in ETHorama. In: ethorama.library.ethz.ch. ETH ZĂźrich, abgerufen am 4. Mai 2018.
cite-note-116. Klimanormwerte Zermatt. Normperiode 1991â2020. (PDF; 295 kB) Bundesamt fĂźr Meteorologie und Klimatologie MeteoSchweiz, archiviert vom Original am 11. April 2022; abgerufen am 12. April 2022.
cite-note-hls-zermatt-1212. â Bernard Truffer: Zermatt. In: Historisches Lexikon der Schweiz. 13. Februar 2014, abgerufen am 23. August 2023.
cite-note-1313. â Centre de Dialectologie an der Universität Neuenburg unter der Leitung Andres Kristol (Hrsg.): Lexikon der schweizerischen Gemeindenamen. Frauenfeld/Lausanne 2005, S. 985.
cite-note-1414. â Alfred LĂźthi: Zermatt und die Hochalpenpässe. Eine geländearchäologische Untersuchung. Buchdruckerei Tscherrig AG, 1978 (ambolo.ch [PDF; 39,5 MB]).
cite-note-1515. â Christian Imboden: Berge: Beruf, Berufung, Schicksal. Rotten Verlag, 2013, ISBN 978-3-907624-48-7, ISBN 3-907624-48-3, S. 37.
cite-note-1616. â Stanislaus Kronig: Familienstatistik und Geschichtliches Ăźber Zermatt. 1927, S. 286.
cite-note-1717. â Hotel Monte Rosa in ETHorama. In: ethorama.library.ethz.ch. ETH ZĂźrich, abgerufen am 4. Mai 2018.
cite-note-1818. â Fred Ammann: Schweizer Gastgeberfamilien. Nr. 14. Familie Seiler Zermatt, Biel 1980.
cite-note-0-1919. â Mark Andreas Seiler: Ein Gletscher â ein Hotel â eine Familie. Rotten Verlag, 2012, ISBN 978-3-905756-67-8, S. 196 ff. (mit zahlreichen Literaturhinweisen).
cite-note-2020. â Alpina. Nr. 2. Schweizerische Grossloge Alpina, 1. Februar 1902, S. 35.
cite-note-2121. â Tageszeitung. Nr. 282. Neue ZĂźrcher Zeitung, 8. Februar 1952 (Blatt 5).
cite-note-2222. â Tageszeitung. Nr. 263. Neue ZĂźrcher Zeitung, 22. September 1903, S. 2.
cite-note-2323. â Eduard Spelterini: Fotografien des Ballonpioniers. Hrsg.: Thomas Kramer, Hilar Stadler. ZĂźrich 2007, S. 46, 50 (Landschaftsaufnahmen dieser Ballonfahrt).
cite-note-daten-2424. â Eckdaten der Zermatter Geschichte. (PDF; 333 KB) In: zermatt.ch. Zermatt Tourismus, S. 6, abgerufen am 29. März 2009.
cite-note-2525. â Marc Tribelhorn: TĂśdliche Bakterien am Matterhorn. In: nzz.ch. Neue ZĂźrcher Zeitung, 11. März 2019, abgerufen am 11. März 2019.
cite-note-2626. â Bericht eines ETH-Seminars zur Siedlung von Zermatt. (PDF; 18,9 MB) In: gemeinde.zermatt.ch. 14. Juni 2013, abgerufen am 23. Juni 2024.
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cite-note-christian-imboden-2013-3131. â Christian Imboden: Berge: Beruf, Berufung, Schicksal. Rotten Verlag, 2013, ISBN 978-3-907624-48-7, ISBN 3-907624-48-3, S. 64.
cite-note-3232. â Siegerinnen, Sieger und Rekorde. In: pdg.ch. Fondation Patrouille des Glaciers, abgerufen am 23. Juni 2024.
cite-note-3333. â Aus Kalender gestrichen â Nächste Saison keine Weltcup-Rennen in Zermatt. In: srf.ch. 24. März 2024, abgerufen am 25. März 2024.
cite-note-3434. â 10 Jahre Zermatt Bergbahnen AG. (PDF; 523 KB) In: inside.zermatt.ch. Inside Zermatt, 2012, abgerufen am 23. Juni 2024.
cite-note-3535. â WiedererĂśffnung der Standseilbahn Sunnegga. (PDF; 108 KB) In: inside.zermatt.ch. 2013, abgerufen am 23. Juni 2024.
cite-note-3636. â Factsheet. (PDF; 849 KB) In: matterhornalpinecrossing.com. 15. Februar 2023, abgerufen am 23. Juni 2024.
cite-note-3737. â Zermatter Bergbahnen erstmals mit Ăźber 100 Millionen Umsatz. In: schweizerbauer.ch. 28. September 2025, abgerufen am 28. September 2025.
cite-note-anreise-auto-3838. â Anreise mit dem Auto. In: zermatt.ch. Abgerufen am 23. Juni 2024.
cite-note-3939. â Elektrobusbetrieb Zermatt. In: gemeinde.zermatt.ch. Abgerufen am 23. Juni 2024.
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